Das war der SCHWARZMARKT 7

Die nackten Zahlen variieren genauso von Mal zu Mal – gestern waren ca. zwölf Leute mit über 30 verschiedenen Produkten dabei – wie das Wetter und die Jahreszeiten. Ist aber alles selbstverständlich marginal bis unwichtig. Was bleibt nach jedem SCHWARZMARKT im Kölner Marieneck, ist ein zufriedenes, ja, fast glückliches Gefühl. Um mal ein wenig pathetisch zu werden: Das sind immer Stunden gefüllt mit Begeisterung und Herzenswärme. Weil da aktive Kulinariker zusammenkommen, die über das Selbermachen Freude generieren und dies in der Regel auch vermitteln können. Spätestens beim Probieren haben alle ein verdammt hartnäckiges Lächeln im Gesicht.

Bernd hat das Wichtigste schon beschrieben. Ich möchte nur ergänzen, dass auch der SCHWARZMARKT Nummer 7 von einer Menschenmischung profitierte, die im Alter von Anfang 20 bis Ende 60 reichte und zu der altgediente Tauschwillige genauso gehörten wie auch wieder einige Novizen. Und natürlich von allem, was zum Tausch angeboten wurde auf unserem kleinen food swap: Von Salzkaramell über Fudge bis hin zu Chilisauce, Baconjam und Rhabarberketchup, Lakritzwodka und allerlei Marmeladen und Gelees, ein Mango-Ingwerkonzentrat und eingelegte alte Möhren, Nüsse, und Wildkräutersalz, Rhabarber-Feigen-Chutney und Apfelsaft, Bier, Bärlauch und Brot.

Das Brot – und damit kommen wir zum Werbeblock – wurde vor unser aller Augen frisch gebacken von Manfred „Schelli“ Schellin, der dazu eigens aus dem Thüringer Wald angereist war (wie übrigens schon zum allerersten SCHWARZMARKT auch). Schelli und mich verbindet eine tiefe, innige Internetfreundschaft. Die (viel zu) wenigen Treffen im realen Leben bisher bestätigen jedes Mal diese Geistesverwandschaft der Genussverrückten. Ein feiner Mensch und der beste Brotbäcker, den ich kenne. Bon’gu – Bäckereibedarf, Zubehör, Feinkost und Mehle ist nicht nur der von ihm betriebene Webshop, über den man alles beziehen kann, was in bester Qualität rund ums Brotbacken wichtig und empfehlenswert ist. Dort findet sich auch eine Übersicht der Kurse und Seminare, die Schelli gibt. Der Mann bildet Bäckermeister aus, aber vermittelt sein sagenhaftes Können auch allen interessierten Haushaltsbackofenbeschickern, die irgendwann im Leben merken, dass Mehl nicht gleich Mehl ist und es außer zusätzlichem Wasser und Hefe (und/oder einem alternativen Triebmittel) aber auch gar nichts braucht, um beste Brote zu backen. Ein wenig Erfahrung vielleicht…

Der SCHWARZMARKT 8 wird am 24. September 2017 stattfinden, wie immer im Marieneck.


5 Kommentare on “Das war der SCHWARZMARKT 7”

  1. Barbara sagt:

    Toller, Appetit anregender Bericht mal wieder. Und yep: Schelli & sein Brot sind genial. Ich durfte ihn auch mal bei einem zweitägigen Koch-Event in Aktion erleben, und das war ganz großartig.

  2. schelli sagt:

    Joerg, Du lässt mich dauererröten. Hier ist nicht der Platz, Grundsätzliches zu erklären. Deine Gabe, Gleichgesinnte, offene, tolerante Genussmenschen zu einen und mit Deinen Ideen an einem Ort zu versammeln und der Wille, es durchzusetzen fasziniert mich. Und dass wir uns gefunden haben- ist ein großes Glück.

  3. Stefanie sagt:

    Das sieht nach einem rundum gelungenen Tauschmarkt aus! Das nächste Mal bin ich auch wieder am Start, der 24.9. steht schon im Kalender!

  4. Schelli, leider habe ich dich wieder verpasst! Aber die Nr. 8 ist schon in Kalender eingetragen. Kommst du dann auch wieder nach Köln?
    LG von Ulla


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