Popup-Weinbar in Köln: Bio-Mosel

Im Rahmen des 2. Summer of Supper (SoS) werden Marco und ich am Donnerstag, den 16. Juli 2015, in Köln erstmalig eine Popup-Weinbar eröffnen. Ab 18:00 Uhr verwandelt sich die Ehrenfelder Kochschule Marieneck in eine Bar mit einem einzigartigen Programm: Wir bieten allen Interessierten an diesem Sommerabend die Möglichkeit, sich einmal die Mosel rauf – und dann wieder runter zu trinken, von der Terassenmosel bis nach Luxemburg. Es werden ausschließlich Weine von ökologisch arbeitenden Betrieben den Weg in Eure Kehlen finden.

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Wir werden also Weine von 10 Bio-Winzern von der Mosel ausschenken, die insgesamt einen guten Überblick geben über das Angebot in der Region. Vom klassisch restsüßen Riesling-Kabinett, über wiederentdeckte Elblinge bis hin zu burgundischen Überraschungen wird das Angebot reichen. Der eine oder andere vin naturel wird genauso dabei sein wie Große Gewächse. Und wir wollen hier und da auch in die Jahrgangstiefe gehen, damit sogar Nerds auf ihre Kosten kommen. Wir freuen uns ganz besonders, dass zwei Betriebe ihre Weine persönlich vorstellen werden: Thorsten Melsheimer aus Reil (danke übrigens für das Foto) sowie Jonas Dostert für die Domaine Sunnen Hoffmann aus Remerschen, dem ältesten Bioweingut Luxemburgs. Dazu gibt es Kleinigkeiten aus der SoS-Küche und vinyle Raritäten von Soul bis Funk.

Warum wir das tun? Weil es so etwas in Köln bisher nicht gibt. Wir die Mosel lieben. Uns Bio wichtig ist. Und das Selbermachen riesigen Spaß bereitet: An gleicher Stelle treffen wir uns wenige Tage zuvor zum dritten Schwarzmarkt – und kochen drei Wochen lang das große Fest der Küchenverrückten. Dies alles im Geist des kulinarischen DIY und im Bewusstsein, dass der alte Kästner heute einer von uns wäre – denn es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

Übrigens: Um besser planen zu können, bitten wir um kostenlose Anmeldung unter diesem Link. Wir freuen uns auf alle, die kommen. Prosit und bis bald.


Volle Bandbreite Moselriesling

Eigentlich war Mythos Mosel eine vollkommene sensorische Überforderung für mich. Mein gustatorisches Handwerkszeug besteht ja nicht aus weinsensorischem Instrumentarium (“Saufen wie die Profis”), sondern ich nähere mich dem Getränk intuitiv über den Geschmack. Assoziativ ordne ich also in meinem kulinarischen Referenzrahmen Eindrücke und verknüpfe diese vollkommen subjektiv mit dem Eindruck, den die Menschen auf mich machen. Die Winzer, Weinbauern, Produzenten kennenzulernen, ist für mich der einfachste und direkteste Weg, einen Wein zu verstehen. Und unverzichtbar: Weil es sich beim Wein um ein hochverarbeitetes Lebensmittel handelt, ein Produkt also, bei dem Skepsis grundsätzlich angebracht ist, ist Vertrauen in das ehrliche Handwerk Grundlage für Genuss.

Zudem ist es immer wunderbar, Menschen kennenzulernen, die brennen für das, was sie tun. Nicht nur Ehrgeiz getrieben, sondern aus Liebe zu ihren Produkten und zur Natur, mit der sie arbeiten. In einer Region verwurzelt zu sein hat gerade bei Weinmenschen selten Provinzialität zur Folge. Der Genusshorizont wird eher markiert von Landmarken mit Namen wie Kopenhagen, Berlin oder New York. Um dann in Reil oder Wehlen Dinge zu tun – oder eben gerade nicht – die einzuordnen in einem gesamtkulinarischen Kontext leicht fällt. Als Teil einer gourmandisen Avantgarde oder als Trendsetter immerjunger Klassik. Ob vin naturel oder klassischer restsüßer Kabinett: Mut gehört auch dazu. Dinge auszuprobieren, für die der Bankberater und der konservative Genusstrinker dich verhöhnen. Oder einen langen Atem haben, vielleicht auch mal zehn Jahre lang, in denen süßer Moselwein imagemäßig mausetot war. „Wir laufen keinen Moden hinterher. Am Ende setzen wir eher selber einen Trend.“ jj

Sagte Katharina Prüm vom Wehlener Monumentalweingut J.J. Prüm  bei einer Probe am Sonntagmorgen um 10. Auch heute, am Tag danach, kann ich mein Glück kaum fassen, dabeigewesen sein zu dürfen. Noch nie habe ich in so komprimierter Form so viel über Wein und die Lagen, aus denen er kommt (Wehlener Sonnenuhr, Graacher Himmelreich und Graacher Dompropst) gelernt.  Zusammen mit Christoph Schaefer (Weingut Willi Schaefer) hat sie geschichtsbewusst die wunderbare Zukunft aufscheinen lassen, die restsüßer Moselriesling in dieser herausragenden Qualität hat. Wenn man anders an die Sache herangeht, als es in der kurzlebigen Genusswelt, gerade auch in der Rosinenpickerdomäne Wein, inzwischen die Regel ist. Motto: „In Dekaden denken.“

Thorsten Melsheimer ist Biowinzer in Reil. Der Steillagen rettet und weiterkommt, weil er zurück zum Ursprung denkt. Auch bis zu den Anfängen des Weinmachens, als der Traubensaft noch in Amphoren blubberte. Wie Prüm ist er ein klarer Kopf, mit einem festen Gedankengebäude und offenem Blick. Der gerne ausprobiert und experimentiert, weil er es sich leisten kann. Denn er steht auf einem festen Fundament, einer Mischung aus Biodynamik und Lust am ehrlichen Handwerk. Dabei ist er mindestens ebenso konservativ wie Katharina Prüm – beide meinungsstark und herzerfrischend. Melsheimers „Orange“ ist erst einmal nur ein Versuch, sein „Vade Retro“ ein fast schon etablierter, weil längst in der weltweiten Spitzengastronomie angekommener Naturwein. Aber auch er kann klassischen Moselriesling. Sein restsüßer Kabinett zum Beispiel ist der Verkaufsschlager im Bioladen meines Vertrauens. orange

Wie so viele Texte in diesem Blog muss auch dieser Fragment bleiben. Ich könnt noch viel Namen droppen und Themen anreißen. Zwei werde ich in den nächsten Tagen vertiefen, versprochen. Petra Pahlings, die für Prüm auch mich eingeladen hatte nach Wehlen, tat dies unter dem Leitmotiv, Foodies und Weinnerds zusammenzubringen und einem besseren Austausch den Weg zu bereiten. Warum das bisweilen schwierig bis unmöglich ist, werde ich in Kürze beleuchten. Und dann folgt bald ein Beitrag, auf den mich schon viele angesprochen haben am letzten Wochenende. Weil ich Fragen gestellt habe in sozialen Netzwerken zu einem bestimmten „Nachhaltigkeitssiegel“ und dem Sinn und Zweck, der dahinter steckt im Zusammenhang von Bio, Herbizideinsatz im Weinberg und imagefördernder PR. Ich arbeite daran.


Neulich in der Pizzabude

Wenn es mir nicht selbst gelingt, einen Trend zu setzen (nie!), vermeide ich meist den heißen Scheiß.  Selten lasse ich mich vom Hype leiten. Warte lieber, bis die Welle abebbt – um später vielleicht einen eigenen Eindruck zu gewinnen. Kommt vor, dass ich dann zu spät komme. Oder aber ich entdecke Dinge für die Ewigkeit. Wie diesen Schaumwein, von dem alle schon seit Monaten schwärmen. Totgerittenes Thema eigentlich, alle Flaschen müssten längst leer sein. Hätten wir in Köln nicht diese Pizzabude, in der Du dem Patron mit folgenden Worten begegnen kannst: “Mach mir mal Eure neueste heiße Scheibe. Und was Weißes dazu, das dem Stand halten kann.”

Sebastian Georgi ist ein verdammt guter Gastgeber. Seine Weinkarte die ungewöhnlichste, die Pizza die beste der Stadt. Er stellt mir also ein Glas vom 13er Reichsrat (“Der von Buhl ist einer der besten deutschen Rieslingsekte” war überall zu lesen) vor die Nase und wundert sich. Weil ich den nicht kenne. Sagt aber weiter nix, lässt mich schnuppern, schmatzen, schlucken. Als wir beide dann grinsen, muss ich an das Urteil von Markus Vahlefeld denken – er beschrieb diesen Schaumwein als einen “leicht verwegenen Frucht-Champagner-Dandy”. 4851Ich möchte hinzufügen: Das ist ein Rieslingsekt, der sein eigenes Genre sprengt. Ich kenne bessere, ohne Frage. Die sind aber strenger, beschränkter. Der von Buhl ist offen und öffnet einem die Sinne. Säure und Weichheit, Schmelz und klar konturierte Frucht, gut aber nicht bis zur Unkenntlichkeit eingebundene Kohlensäure verbunden mit einer leicht animalischen Animiertheit. Keine hochpreisige Eleganz, mehr der Glanz ehrlichen Handwerks.

Die neueste Pizzakreation im 485° hört auf den Namen Mr. Burns. Monty Burns ist als Homer Simpsons Chef nicht nur Besitzer eines Atomkraftwerks, sondern auch Pate dieses mit Tomaten, Fior di Latte Mozzarella, Nduja (einer weichwürzigen Salami aus Kalabrien), roten Zwiebeln und Jalapenos höllisch gut belegten neapolitanischen Teigfladens. Sonst kein Freund zu scharfer Küchenkreationen, schon gar nicht zur Mittagszeit, fand ich das hier richtig gut – weil ausgewogen. Gerade wegen einiger spitzer Gaumenreize. Und der von Buhl konnte nicht nur mithalten, sondern pufferte elegant die Sinne ab und gab Elan für die zweite Tageshälfte. Mr. Burns


Riesling zwischen Kuba und Sibirien: Das Vinocamp Mosel

Pars pro toto: So runtergewirtschaftet und aus der Zeit gefallen weite Teile der Region zwischen Koblenz und Trier auf den mäßig voreingenommenen Fremden wirken, so obskur und doch morbid-schön war auch das Gebäude, in dem wir das Vinocamp Mosel (#vcm15) am letzten Wochenende zelebriert haben. Das konnte sich auch nur ein Ex-Weinhändler, Nebenerwerbsgastronomiekämpfer und Winzerlehrling einfallen lassen, circa 50 Weinfreaks in eine verfallene Fabrikhalle zu laden, die regelrecht kubanischen Charme verströmt – wenn Havanna denn in der sibirischen Tundra läge.
In der alten Wollfabrik in Moselkern wurden von 1813 bis 1991 Textilien produziert. Durch ein extremes Moselhochwasser  trat jedoch die neben den Gebäuden vorbeifließende, reißende Elz derart über die Ufer, dass ein Großteil der Maschinen Opfer der Fluten wurde und der Laden in die Insolvenz ging. Das Gebäude war in den folgenden 20 Jahren dem Verfall preisgegeben. Zu Hochzeiten standen hier über 300 Moselaner in Lohn und Brot, seit kurzem versuchen zwei idealistische Pächter mit Hilfe einer Genossenschaft, die unter Denkmalschutz stehende Anlage wieder auf Vordermann zu bringen und einen kulturellen Veranstaltungsort zu etablieren (Spenden erwünscht). Immerhin ist es ihnen schon gelungen, das Thema “Wolle” als Konstante zu etablieren. Wer nicht über ebensolche Unterwäsche, Socken und überhaupt unzählige Schichten an Kleidung verfügte, wäre doch glatt erfroren beim Rieslingtrinken.

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Und dennoch wehte von der Registrierung am frühen Samstagmorgen an bis zum sonntagnachmittaglichen gemeinsamen Aufräumen ein enigmatisch euphorischer Geist durch die maroden Hallen. Das erste regionale Vinocamp war geprägt von der Lust der Leute am gemeinsamen Lieblingsthema und von der Neugier aufeinander. Viele Mitarbeiter etablierter und aufstrebender Weingüter waren gekommen, Blogger und Internettrinker, Marketingleute und andere Rebsaftexperten. Sie alle freuten sich auf das teilweise gänzlich unbekannte Format eines Barcamps. Das war belebend, animierend und lehrreich für einen wie mich, der die Online-Weinszene schon oft kritisiert hat für ihren bisweilen durch die hippe Fassade scheinenden Dünkel, für die hermetische Sprache, für Nabelschau und allfällige Monetarisierungsabsichten.

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Wie gewohnt wurden mehr Fragen gestellt, als Antworten möglich waren. Die teils hochspannenden, mitunter sehr in Nischen verorteten Sessions waren alle von lebendigem Austausch geprägt. Ob es Fragen waren wie die nach Alternativen zu Facebook in der Online-Weinkommunikation (S. Löwenstein), nach der Belebung der Genussregion Mosel (S. Zerwas), nach dem Umgang mit der Säure im Riesling und was Bananen damit zu tun haben (J. Kaiser) oder nach der (fehlenden?) Redlichkeit von Produzenten und Händlern in Social Media (A. Barth) – alles wurde eng um die beiden vorhandenen Öfen geschart intensiv diskutiert und aus den verschiedensten Blickwinkeln heraus bewertet. Crowdfunding im Weinbau, das Web-3.0 und die Potentiale von Traubennebenprodukten waren weitere, spannende Themen.

Mein persönliches Fazit: Ich habe viel Zeit in einer kaum vorhandenen Küche verbracht, obwohl es auch dort nicht wärmer war. In einer eigenen Session zusammen mit Marco die Idee einer Popup-Weinbar vorgestellt (Ich melde mich diesbezüglich bei Euch, Verena und Achim!). An beiden Tagen mehr geredet, als ich wollte. Einige wirklich spannende Menschen kennengelernt. Zwei bis drei exzeptionelle Weine getrunken. Die tollen Würste vom Claus gegegessen mitsamt einem in Erinnerung bleibendem Sauerkrautschaum. Die ganze Zeit in einem Flow verbracht.

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Weitere regionale Vinocamps sollen folgen. Ich bin gespannt.

 

Nachtrag (22.01.2015)
Inzwischen sind weitere Beiträge zum #vcm15 veröffentlicht worden:


Vinocamp Mosel

Wenn Menschen durchstarten: Vor dreieinhalb Jahren habe ich Sven kennengelernt, auf dem ersten deutschen Vinocamp, in Geisenheim. Er war Profi, das merkte man direkt. Weinhändler. Mit reichlich Erfahrung in der Gastronomie. Was ihn aber von vielen anderen Internettrinkern, die sich da mit reichlich übersteuertem Sendungsbewusstsein versammelten, wohltuend unterschied, war: seine angenehme Zurückhaltung. Er war und ist keine Rampensau, kein Szenepolterer, kein Hans-Dampf-in-allen-Gassen.

Wobei ich inzwischen geneigt bin, diesen Eindruck zu hinterfragen. Denn im letzten Jahr hat sich bei ihm einiges getan. Er ist mit Frau und Kindern auf einen Hof auf dem Maifeld gezogen, wo sie nun einen kleinen Hofladen betreiben mit guten regionalen Produkten. Weitere Eskalation: Sven hat kürzlich, in durchaus gesetztem Alter, seine zweite Lehre begonnen. Als Winzer. Auf einem meiner Lieblingsbioweingüter lernt er nun, wie man klaren, mineralischen, grundehrlichen trockenen Riesling macht. Er ist jetzt der Weinstift.

Und schließlich das: Er plant und realisiert, wovon ich schon lange denke, dass es fehlt. Ein regionales Vinocamp. An der Mosel. Für Freaks und Freunde des vinophilen Netzwerks. Für Menschen, die geben und nehmen möchten, alles, was sie über Wein wissen und erfahren möchten. Im Rahmen einer Unkonferenz. Ich habe mich sofort angemeldet. Die Vorfreude steigt. Und die Spannung darauf, was er noch so alles anstoßen wird, der Sven, in Zukunft.


Weintipp als Leseempfehlung

Vor ein paar Tagen stolperte im Rahmen einer Kurzrecherche zum Thema “veganer Wein” über einen mir bis dahin nur beiläufig bekannten Blog. Dessen Autor sehe ich zwar bisweilen in den Trinkerecken des sozialen Netzes kommentieren, kannte ihn aber bisher nicht persönlich. Das ist schade, denn einmal festgelesen, fand ich etwas, was selten ist in der meist testosterongeschwängerten und latent oberflächlichen Weinwebwelt: Unprätentiöse Begeisterung, Lust an Recherche und Meinung sowie ein Ton, der neugierig und Gedankengänge nachvollziehbar macht. Informationen gibt es von basal bis freakig. Nicht nur zu Nischenthemen wie Vegan und Schwefel.

Selbst die eigentlich verhassten Verkostungsnotizen überlese ich geflissentlich – weil derWeinblog von Alex Schilling in der Regel spannend ist und es Spaß macht, ihm beim Wachsen am Wein zu folgen. Daher wandert diese Leseempfehlung ab heute auch in meine Blogroll.


Caponata mit Süßwein

Der Bloggerfreund hatte eine Flasche da- und mich relativ ratlos zurückgelassen. Der Veranstaltung, die mir hätte Aufklärung anheim werden lassen, konnte ich leider nicht beiwohnen. Also selber rangetrunken an diesen süßen, roten, französischen Schaumwein. Kirschkram, Gamay mit flüchtiger Kohlensäure (Le 7, Domaine du Fontenay, Cote Roanaise, Methode ancestral). Verändert sich im Glas bei jedem Grad Temperaturanstieg. Zu einem gewissen Zeitpunkt hatte ich gar Rosinen in der Nase – und eine Idee, was dazu zu kochen sei. Sowie eine Erinnerung…

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an ein Trinkerlebnis auf Sizilien, irgendein gespritetes Kaugummiwasser, dass aber perfekt passte zum süßen Couscous. Mein Inselgenussfavorit ist jedoch die Caponata. In die häufig auch Rosinen gelangen – ich mag aber ebenso die Variante mit Kapern. Und ließ mich zudem inspirieren von einer Idee Nino Grazianos, der auf dem fast fertigen Gemüse mit Garnelenschwänzen gefüllte Brassenrollen gart. Hier: Mit Thunfischloin gefüllter Kohlfisch.

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Es schmeckte deutlich besser, als das Foto vermuten lässt (Fotografieren ist dieser Tage eh nicht meine Kernkompetenz – von der Banh-Mi-Schlacht existiert kein einziger Bildbeweis, sorry Stevan.). Auch wenn der Garpunkt um circa eine Minute überschritten war, tat das dem Aromakomplex keinen Abbruch. Gerade das in den Fisch eingezogene Süßsaueraroma der Caponata und die damit einhergehende Saftigkeit waren toll und die 7 dazu ein Treffer.

Übrigens geht diese Caponata so: Zwiebel in Olivenöl angehen lassen, gewürfelte Stange Sellerie, geschälte Aubergine, rote Paprika dazu und mit etwas Zucker karamelisieren lassen. Pinienkerne, Salzkapern und schwarze Oliven dazu, mit Weißweinessig ablöschen und Flüssigkeit verkochen lassen. Ein paar Tropfen Orangenöl sind fakultativ.


Auf die passende Weinmusik weist mich Torsten gerade hin – daher sei Route Nationale 7 der Honeymoon Killers hier noch nachträglich eingebunden:


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