Am Niederrhein nichts Neues

Am Niederrhein nichts Neues – zumindest was die Bewertungen der beiden „großen“ Restaurantführer angeht. In ihren gerade veröffentlichten Ausgaben für 2016 zementieren Michelin wie auch Gault-Millau den Eindruck einer kulinarischen Diaspora zwischen Rhein und niederländischer Grenze – und dies nicht ganz zu unrecht, nach wie vor. Wenn ich Düsseldorf einmal ausblende – wo Jean Claude Bourgueil im Schiffchen weiterhin 2 Sterne hält (ich den Laden aber dennoch meide) und wo es 7 weitere 1-Sterner gibt – leuchtet einzig über Xanten der Gourmethimmel. Jürgen Köpp kocht in seinem Landhaus seit Jahr und Tag zuverlässig solide.
Vom Michelin mit dem Bib Gourmand ausgezeichnete Häuser gibt es immerhin einige, zwar wenige, aber sehr empfehlenswerte.

Im Sonneck in Hinsbeck, in naturnaher Lage an den Krickenbecker Seen, steht Bratenkönig Ernst-Willi Franken am Herd der besten Stube im Dorf. Besonders im Sommer ist das Restaurant eine absolute Ausflugsempfehlung: Die Tische auf der Kräutergartenterasse gehören zu den idyllischsten, die ich im Umkreis kenne.

Krefeld hat zwar eher den Charme einer englischen Arbeiterstadt aus den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts, hat aber mit dem Stadtteil Uerdingen immerhin einige Kilometer Rheinfront – und dort das beste französische Restaurant der Region. Im Chopelin wird die Phrase vom „hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis“ ganz besonders eindrücklich definiert.

Und dann natürlich noch unser Dorfgasthaus. Bei Stappen gibt es erstklassige Produkte, regionaler Schwerpunkt. Die gute Weinkarte wird von Carmen Stappen verantwortet. Das monatlich wechselnde Speisenangebot von FraJo Stappen, der die meisten Lebensmittelproduzenten persönlich kennt und in der Küche absolut weiß, was er kann und dies auch zeigt. Nie überambitioniert, immer auf den Punkt.
Im Winelive in Meerbusch war ich hingegen noch nie – aus unserer Perspektive ist das eigentlich auch Düsseldorf.

Die Niers zwischen Grefrath und Oedt

Wer Heinsberg noch zum Niederrhein rechnet, freut sich mit Rainer Hensen über 17 Punkte für’s St. Jacques im Gault Millau und 1 Stern. Und was mit Wesel ist, weiß ich eigentlich auch nicht. Dennoch gibt es dort zwei Bib-Gourmand-Häuser: Das Art und das Carpe diem.


2 Kommentare on “Am Niederrhein nichts Neues”

  1. karu02 sagt:

    Die beiden letzten sind nahe genug, um sie hin und wieder zu besuchen, wobei wir das Art bevorzugen. Danke für die anderen Tipps.
    Ist das Foto eines von der Issel?


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