Kartoffeln, Quitten, Räucherlachs – dazu Arabicana

Wie die zuletzt beschriebene Erbsensuppe ist auch das heutige Gericht eines, das auswärts zu essen selten eine gute Idee ist. Mit wenigen Ausnahmen, zugegeben. Reibekuchen heißen im Rheinland Rievkooche und den Goldstandard haben Menschen aus Jülich treffend beschrieben. Eigentlich bedarf diese bodenständige Delikatesse keinerlei Pimp und Pomp, aber es gibt Situationen in Speisekammern und Kühlschränken, die zur Improvisation zwingen. So war eine Nachbarin vor Tagen schon die Freude ins Gesicht geschrieben, endlich Abnehmer für einen Gutteil ihrer Quittenernte gefunden zu haben. Bis auf einige wenige wurde daraus Gelee, der ein ausgezeichnetes Geschenk für jede Gelegenheit darstellt. Außerdem wartete noch ein ordentliches Stück Räucherlachs auf seine Verwendung.

Etwas Safran in die Kartoffelmasse, Olivenöl statt jenem aus Sonnenblumenkernen zum Ausbraten, Quittenkompott in einen Saure-Sahne-Dip – der Fisch fühlte sich wohl dabei. Ich mich auch, nach einem erfrischenden Glas Silvaner von Johann Schnell.

Reibekuchen auf Quittendip mit Räucherlachs

Reibekuchen auf Quittendip mit Räucherlachs

Der Safran brachte mich musikalisch nach Arabien – so einfach bin ich bisweilen gestrickt.  Höre also gerade den herausragenden holländischen Oud-Spieler Haytham Safia sowie die Band, deren Teil er ist: NO blues, ebenfalls aus den Niederlanden. Die haben sich dankenswerterweise ihre Schublade selber gebastelt und nennen ihren Stil Arabicana. Ihr neues Album heißt Hela Hela und wird nächste Woche via Munich Records veröffentlicht.

 

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