In eigener Sache oder: Sprossen zum Ruhm

Nach jahrelangem Senden ins Nirvana wird diesem Blog endlich die Aufmerksamkeit zuteil, die er naturgemäß seit dem ersten Post verdient.

So könnte meine PR-Prosa aussehen, wenn ich nicht wüsste, was ich hier tue. Denn in den letzten Tagen habe ich zwei Interviews geben dürfen, die beide auf ihre je eigene Art Spaß gemacht haben und mich nicht nur zur Reflektion zwangen, sondern auch zur Verortung der eigenen Bloggerei im unendlichen Online-Universum. Doch bevor ich mich elaborierter Selbstbeweihräucherung hingebe, folgt hier erst einmal ein kurzer Hinweis auf gutes, gestriges Essen.

sprossen

Es gab Salat. Gut, solcherlei kommt häufiger auf den Gesindehaustisch und ist in der Regel genauso lecker wie ungeplant und Rezeptruhm-unverdächtig. Doch hier möchte ich ganz nebenbei eine Lanze brechen für die Sprosse. Seit der großen EHEC-Hysterie im Jahre 2011 ist dies im deutschen Lebensmittelhandel – egal, ob Bio oder nicht – ein mausetotes Produkt. Und das ist verdammt schade, handelt es sich doch um einen kongenialen Transporteur von Frische, Würzigkeit und Essvergügen im Rohkostformat. Nicht zuletzt optisch gewinnt durch ihre Beigabe so manches Grünzeuggericht.

Wir aßen also Chicorree, Feldsalat, schwarzen Rettich und dreierlei Sprossen (Alfalfa, Zwiebelsprossen, Rambo Sprouts), wobei vor allem letztere durch ihre Schärfe bestachen. Das Dressing rührte ich zusammen aus dem Saft einer Pomeranze, etwas Senf und Ahornsirup, Salz und Pfeffer sowie Walnussöl. Obendrauf gab’s Kürbiskernkokant. Mein Tip: Fragt nach beim Gemüsehändler Eures Vertrauens, warum er nicht wieder Sprossen ins Programm nimmt – zum Beispiel von diesem vertrauensvollen Produzenten. (Und nein, ich profitiere nicht von dieser Art der Promotion – außer dass ich dazu beitrage, dass gute Dinge auch wirtschaftlich so erfolgreich sind, dass ich noch lange davon zehren kann.)

Von der Freude, die ich bei den beiden erwähnten Interviews hatte, werde ich allerdings noch lange zehren. Zum einen hat mir Teresa Sickert für die Sendung TRACKBACK live auf Radio Fritz einige Fragen zum Dasein als Blogger gestellt. Der Podcast ist hier abrufbar (ab 50:46). Danke auch an Matze für die Empfehlung.

Zum anderen spielte die liebe Heike vom Blog Kochzeilen mit mir E-Mail-Pingpong – herausgekommen ist eine Geschichte für das neue Foodblogportal sternekocher. Sie schreibt über das hier: „Der Blog eines Menschen, mit dem ich mein Leben am Küchentisch verbringen möchte.“ Danke. Gleichfalls.

Hier noch mal für den sicheren, streuverlustfreien Klick:


7 Kommentare on “In eigener Sache oder: Sprossen zum Ruhm”

  1. Heike sagt:

    So gehört das!
    Und morgen setz ich jetzt endlich mal wieder Sprossen an 🙂

  2. Super – Glückwunsch! Irgendwann muss man die Saat ja ernten! 😉
    Und die liebe Heike ist einfach ein Tausendsassa und ne gaaanz Liebe! 🙂

  3. vilmoskörte sagt:

    Am besten die Sprossen selber aus Samen ziehen, ich kann mich gut an so hergestellte superscharfe Radieschensprossen erinnern.

  4. van Eyk sagt:

    Hi Jrg, Denkphase unterbrochen und noch mal kurz geschaut wie ich dich hren kann. Habe es auch geschafft, hatte gestern etwas bersehen, war ganz einfach. Ich finde, du kommst sehr sympathisch und authentisch rber. Du weit, wovon du sprichst und das merkt man auch. War interessant. Liebe Gre Karin

  5. […] Woche vorher wurde Joerg Utecht interviewt, der mich empfohlen hat. Danke, hat mich sehr gefreut. Nächsten Samstag wird es […]

  6. oachkatz sagt:

    Schönes Radiointerview, macht Spaß zu hören. Sprossen habe ich vor ein paar Tagen auch mal wieder gekauft, das erste Mal seit EHEC. Das wird schon wieder.

  7. utecht sagt:

    @ Heike: Mach das!
    @ Eva: Danke! Und: Unbedingt!
    @ Karin: Hat auch Spaß gemacht.
    @ Oachkatz: Schon bemerkenswert, wie lange so was doch hängen bleibt.


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