Ach wie süß ist Düsseldorf

“SÖÖT – Patisserie & Kaffeerösterei” – Name, Konzept, Programm. Mancher mag meinen, wenn er das Lokal in den Schwanenhöfen an der eher tristen Erkrather Straße betritt, dass solcherlei früher einmal schlicht “Café” geheißen hätte. Oder Konditorei. Pompös: Kaffeehaus. Liebe Leser, Pustekuchen, dies. Wer so schlussfolgert und dem geistigen Deminutiv frönt, war noch nie in der Landeshauptstadt. Dort atmet selbst die Randlage Lametta und wo andere Bäcker Plunderteilchen feilbieten, ist hier der Zuckerguss aus Blattgold. Mindestens.

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Hier, im mitten zwischen alten Industrie- und Bürobauten, in denen nunmehr hippe Agenturmenschen werkeln, gelegenen Lokal, hat ein hochdekorierter Küchenkünstler sich niedergelassen, der sich selbst bisweilen “Puddingrührer” nennt. Andy Vorbusch war zuletzt Chef-Pâtissier im Vendôme bei Wissler. Und macht nun mit Ursula Wiedenlübbert Frühstück und Mittagstisch für Schreibtischmenschen sowie süße Schweinereien für Kulinarikpilger. Beides lohnt den Besuch – nicht zuletzt auch wegen der vor Ort gerösteten Kaffeespezialitäten. Wir hatten eine gottgleiche Schokomousse mit Buchweizenkern, ein fruchtigfrisches Rhabarbertartelette, Macarons aus einer anderen Welt und eine Süßkartoffel-Garnelen-Quiche. Bei letzterer gab es Abzüge in der B-Note wegen eines Konsistenzkollateralschadens aufgrund Mikrowelleneinsatz.

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Fazit: Allen Süßsüchtigen sei ein Besuch im SÖÖT anempfohlen. Und da es sich angenehm sitzen lässt im erfreulich beiläufigen Ambiente, ist jede dort verbrachte Minute ein Gewinn. Nicht nur für den Insulinhaushalt.

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Tonkotsu-Ramen

Seit kurzem hat die vielleicht beste japanische Suppenstube hierzulande – das Takumi Ramen auf der Düsseldorfer Immermannstraße – eine Dependance um’s Eck, auf der Ostr. 51: das Takumi 2nd Tonkotsu. Unphew waren wieder mal auf Asiatour – und der Neffe hat fotografiert (click to enlarge), wie üblich. So konnte ich mich auf’s Essen konzentrieren. Das hat sich ausgezahlt, ich habe nun neben der vietnamesischen Phở eine zweite Lieblingssuppe aus dem fernen Osten.

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Tonkotsu ist eine stark reduzierte Fleischbrühe auf Basis von Schweineknochen und -kopf. Stundenlanges Köcheln und Reduzieren führen zu einem sehr kollagenen, aromatischen Ergebnis – ähnlich wie hier nachzuvollziehen ist. Die Einlagen variieren und können im kleinen, engen, lauten, also wunderbaren Restaurant in neun Varianten geordert werden. Kohl, Algen, Rettich und Frühlingszwiebeln gehören immer in die Schüssel – wie natürlich auch Ramen (Suppe und Nudeln heißen gleich). Die “Tonkotsu Kuro Special” mit geröstetem Knoblauch und wachsweichem Ei war unser eindeutiger Favorit. Beim nächsten mal wird Suppe mit Dorschrogen gegessen.

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Nippon-Hausmannskost

Wenn es so etwas gibt wie eine gutbürgerliche japanische Küche, Nippon-Hausmannskost, dann findet man die im Kagaya in Düsseldorf. Keine herausragende Produktqualität, keine Extravaganzen in der Zubereitung – noch nicht einmal die ansonsten die japanische Küche liebenswert machende Präzision und Fokussierung. Aber: Was anderswo der “Viertelsitaliener”, ist hier das japanische Alltagsrestaurant: Ein Ort zum Treffen und Reden, Trinken, und, ja, auch Essen. Die Gyōza immerhin sind richtig gut.

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Vergleichbar in Qualität und Ambiente sind in der Landeshauptstadt unter anderem das Kushi-tei of Tokyo (Grillroom) auf der Immermannstraße oder das OKĀSAN in Pempelfort.


Industriesuppe

Am Rande der Landeshauptstadt, da wo das Schillernde schon längst ausgelaufen ist in Industriebrachen und versetzt wird mit dem ein oder anderen niederrheinischen Acker, im Niemandsland zwischen Neusser Rheinhafen, stinkenden Ölmühlen und Oberkasseler Schickeria, blüht seit über zehn Jahren im Heerdter Gewerbegebiet eine kulinarische Wildblume: Das Suppenwerk. Nach einer Phase der Wucherung und des Absterbens einiger Schösslinge (Filiale in Bilk, Fabrik im Bergischen) besinnt sich Alexander Teymurian wieder auf das Eigentliche: Frische und Fond zu vereinen in der perfekten Suppenschüssel. Gelingt ihm ganz gut, die Gyuniku Udon machen auch die Japaner in der Düsseldorfer Innenstadt nicht besser. Dazu ein schmelziges Horenso Gomaae, Spinat in Sesamsoja, und die Handschrift des Chefs wird deutlich, der Gast genießt zufrieden.

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An den zweieinhalb Tischen können kaum zwei Hände voll Menschen Platz nehmen, zur Mittagszeit ist der Laden wohl immer noch samt Vorplatz zum Bersten gefüllt. Auch an Abenden passiert’s, dass man unverrichteter Nahrungsaufnahme wieder von dannen zieht, Reservieren hilft. Verwunderlich ist das kaum, denn auch das marrokanische Harrira ist herrlich, kraftvoll würzig, ohne den sonst so verbreiteten Süßetünch. Selbst Simpelsachen wie der Tomatensalat werden zu Geschmacksgranaten, nicht zuletzt wegen des fruchtigscharfen Olivenöls aus Nizzas letzter Ölmühle. Dies kann man hier genauso kaufen, wie Hollands Gewürze, französischen Tee oder Martellipasta. Gute Produkte allenthalben.

Insgesamt stehen zehn Suppen und Eintöpfe auf der Weltkarte, Klassiker internationaler Regionenküche zumeist. Das Finishing der vorbereiteten Komponenten findet in der offenen Thekenküche statt, die Gästenasen schwelgen also in allerlei Aromen. Dazu ein Nudelgericht und der Tapasteller – hungrig und unglücklich muss hier niemand zurück ins Industriegrau.


Okonomiyaki ist keine Pizza

Japanische Pfannkuchen nach Osakaart aß ich kürzlich im bisher noch von jeglicher Gentrifizierung weitgehend verschonten Teil von Düsseldorf-Oberbilk. Auch wenn das überaus freundliche japanische Paar hinter der Theke seinen Imbiss Fuga als “Japanische Pizzaria” tituliert, handelt es sich bei der Hauptattraktion des kulinarischen Angebots eher um einen Gemüsefladen. Okonomiyaki sind Pfannkuchen, die in Japan in der Regel auf dem Teppan zubereitet werden, hier aber tatsächlich aus einem alten Pizzaofen kommen.

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Der Teig besteht aus (Weizen-)Mehl, geriebener Yamswurzel, Eiern, Weißkohl, Sprossen, Ingwer, Tenkasu und Dashi. Eine große Varianz an weiteren Zutaten steht zur Wahl: Verschiedene Gemüse, Meeresfrüchte, Käse gar. Diese werden, nachdem der Teig in die Pfanne geflossen ist, obenaufgedrückt. Bei großer Hitze wird nun von beiden Seiten wenige Minuten gebacken, dann werden die Fladen komplett mit der dazugehörigen süßen, braunen Sauce eingepinselt und wandern nochmals kurz in den Ofen.

Wie genau der Zubereitungsprozess abläuft, lässt sich hier nachvollziehen:

Angerichtet wird auf verschiedene Weisen: Zum Beispiel rustikal in der Wokpfanne mit japanischer Mayonnaise garniert (links im Bild die Meeresfrüchte-Variante) und mit Katsuobushi bestreut oder etwas feiner eine vegetarische Okonomiyaki mit scharfem Ingwerdip. Beides schmeckte vorzüglich – anfängliche Skepsis wurde nicht bestätigt. Im Gegenteil: Okonomiyaki sind wunderbares Soulfood.

Aktuelle Informationen gibt’s übrigens stets im Fuga-Blog.


Das sind Geschichten

Das sind Geschichten
in Büchern gelesen
Geschichten aus dem täglichen Leben
Geschichten die mir niemand glaubt
Das sind Geschichten
und sie sind geklaut

Ausgerechnet in der Abfahrt. Godverdomme! Nur unter Aufbietung kaum mehr gekannter Artistik vermochte er im Sattel zu bleiben. Auszurollen, schlingernd. Die Rache der Fahrradhändler, die er seit Jahren nicht mehr frequentierte. Sollten die doch ihren überteuerten Lifestyleunsinn behalten. Das Ergebnis nun: Plattfuß. Absteigen. Schieben. Fluchen.
Landleben fordert eines stets: Die gute Planung. Vor allen Dingen was die Gaderobe betrifft, an Abenden, wenn Ausgehen auf der Agenda steht. Völlig overdressed war schon sein rollendes Erscheinungsbild. Doch das Ziel, die traditionelle Letsch des Kollegen D., der übrigens so irre war, jegliches Detail seiner anstehenden Ehe-Schließung im eigens dafür aufgesetzten Blog einer nicht zu unterschätzenden Provinzöffentlichkeit zu offenbaren, rechtfertigte dies. Gefreut hatte er sich auf einen rheinischen Ritus, eine Initiation, eine Wehmutsabwehr, ein emotional reinigendes Gewitter, ein wildes Fest. Daher kein Auto, den Körper sportlich auf die Party bringen, Verfettungsvorbeugung. Nun hatte er die italienischen Treter an den Füßen und sein Lieblingsseidenhemd am Leib und litt mit jedem Schritt. Kurz hinter einem Ort, der tatsächlich Dornbusch hieß.
Radfahren, schnell radfahren, richtig schnell radfahren ist immer auch Gedankenflucht. Da stand er hier im niederrheinischen Nirvana und konnte sich kaum auf den Beinen halten beim Aufprall des wuchtigen Nichts. Es dämmerte, zurück bedeutete viele Kilometer Qual, der einzige Höhenzug seiner heimatlichen Tiefebene lag ja gerade hinter ihm. Sein eigentliches Ziel jedoch war per Pedes kaum erreichbar. Bei Ankunft lägen Leichen schon im Gras und der Rest vom Fest im heimischen Bett. In gedanklicher und athletischer Schlagdistanz jedoch, das blitzte ihm durch’s alternde, bald 40jährige Hirn, war doch der Sehnsuchtsort einer randglücklichen Landjugend. Gab es doch in einer jeden Provinz Kneipen in Dörfern, die Schüler anzogen meilenweit, weil dorthinzugehen Distanz zu legen bedeutete zwischen sich und das Elternhaus, das finstre. Kickern, Kiffen, Konfligieren. Auf’s Maul gab’s oft, Livemusik auch. Und 50 Biersorten aus aller Herren Länder. Tresentanzen, Gesangsimulieren, Fraternisieren. Später, in der Stadt, hieß solcherlei dann Clubbing und war doch niemlas mehr so sinnlich wie zur erfolgreich verschwendeten Jugendzeit.
Conny war also erreichbar. Und hatte er nicht am Morgen, beim Frühstück im Hause seiner Mutter, im lokalen Presseorgan mit Faschismuslatenz irgendwas gelesen von einem Gig einer Kapelle aus einer anderen Zeit? Janie in Boisheim? Mit dem Sektchef? Vor dem dritten Kaffee des Tages nahm er kaum etwas für bare Münze und das Zurückgeworfensein auf Erziehungserfolge entsprechend Berechtigter, die nie kapierten,  beanspruchte seine intellektuelle Überlebensfähigkeit zudem. Aber auf einen Versuch kam es nun an. Damit einem Abend, der sich entwickelte wie ein veritabler Griff ins Klo, das Grauen genommen würde, zum Blauen vom Himmel würde es ohnehin nicht mehr reichen.
Weiter mit der Zitaterevue: Conny war tot, kein Freispiel drin. Dafür war der Laden inzwischen von LOHAS-Jüngern und Öko-Unternehmern luxussaniert worden, um dem Klischee vom alternativen Dorfgasthaus zu entsprechen. Er setzte sich unter die Linde im Garten, trank vom dunklen Bier, inspizierte das bäuerliche Mauerwerk und das riesige Loch im kieseligen Boden. Bierkeller und Außenklo, Bratkartoffelgeruch und Männer mit Bäuchen, über denen sich Trikots von Borussia Mönchengladbach spannten. Daneben eine Gruppe von Auffälligen. Das typische Käppi, die schwarze Lederjacke auf weißer Kluft, dunkle Anzüge. Ein Schwarm Lippenleserinnen. Die Familie war tatsächlich angereist, agierte kordial hermetisch, war Avantgarde vor über 25 Jahren und immer noch verdammt gut. Doch hier? Weißgefleckter Landstrich zwischen der Hauptstadt der Bewegung und holländischer Verheißung, Ursuppenkessel des Gedankens wegwohin. Der Mecki Türk entstammte dem Nachbardorf, fiel ihm ein, langsam machte dieser wiedergeborene Surrealismus Sinn.
Janie bei Conny

Janie bei Conny

Es fogten zwei kriminell kurze Sets im Schankraum, den allenfalls vier Hand voll Leute füllten. Das Publikum trank Fanta, die Band Bier. Zumindest Janie, der singt, als wär er immer noch Anfang 20 und der beste Popmusikant der Welt. 1980 war er es und es gibt Menschen, die bezeichnen Monarchie und Alltag als das Fundament, auf dem sich Musiker hierzulande entwickeln konnten. Er hielt die Scheibe damals schon für den Gipfel. Aber live war die Familie immer besser. Mit ihrer Lust an der Vehemenz, dem Bekenntnis zur Könnerschaft. Punk war tot, bevor er jemals atmen konnte. In Düsseldorf oder anderswo war Tanzen jetzt wichtiger. Auf Rock’n’Roll und Ska und Funk und Soul. Dazu peitschte Janie als Fleisch gewordene Herablassung allen Zaudernden seine affirmative Poser-Poesie um die Ohren.
Der Mann konnte singen. Immer noch. Und die Band war auf den Punkt. Druckvoll. Powerpop 2.0. Arbeiteten als Profis mit Spaß an der Freude.
Neben ihm saß irgendwann Jochen und sagte ‘Wohlsein’. Er glaubte inzwischen alles an diesem Abend schwärender Wunder. Jochen war immer zwei Jahre älter gewesen – nun sah er aus wie der eigene Opa. Seit kurz vorm Abitur hatten sie sich nicht mehr gesehen. Beide machten ja irgendwas mit Medien, keine Zeit, alles klar. Früher war Jochen der Kutscher. Sein klappriger gelber Lada brachte sie an alle verruchten Orte im Zollgrenzbezirk. Und immer dann, wenn sie mit neuen Tracks im Ohr und bierseelige Welteroberung im Sinn aus Connys Tür traten, waren die Jungs von der Trachtentruppe schon da mit ihren schalen Witzen vom Blasen. Jetzt aber: Zeitmaschine.
Und dann haute der Sektchef noch einmal in die Seiten, Mecki blies ins Horn und Peter, den alle nur Janie nennen, weil er es so wollte, hat geweint, bei jedem zweiten Satz, weil er extra aus Wien angereist war und jetzt so wenige Leute und er, scheiße,  schon Mitte 50 und irgendwovon muss man ja auch leben seit die tolle Geschichte mit dem Brotjob den Jordan hinunter und überhaupt: Warum waren da heute keine Groupies mehr? Nur die grüne Landtagsabgeordnete. Und Jochen, der das kaputte Rad in seinen Familienvan warf, kurz zurückblickte und losfuhr in den rheinischen Grauschleier. Aus der Kühlbox unter der Handbremse zog er zwei Grolsch, die er ihm zum Öffnen gab und sagte: Wohlsein.

Fotos, Musik und Anmerkungen
Family 5 sind seit 1981 eine weltberühmte Düsseldorfer Band, die Punk mit Hilfe von Soul und Funk zu Grabe trug.
Peter (Janie) Hein singt. Er tat das vorher und nachher und immer mal wieder auch bei Fehlfarben.
Xao Seffcheque spielt Gitarre. Und schreibt Filme. Und komponiert.
Markus (Mecki) Türk ist ein großartiger Trompeter.
Connys Come In war mal ein verrufener Laden in Boisheim am Niederrhein.
Jochen heißt eigentlich anders.
Er bin ich.
Family 5: U.a. Xao Seffcheque, Peter hein, Markus Türk (v.r.n.l.)

Family 5: U.a. Xao Seffcheque, Peter hein, Markus Türk (v.r.n.l.)


Dim Sum, Filmkunst und Jugo-Ska

Aufgrund akuter Beitragsabsenz zum eigentlichen Kernthema dieses Blogs heute also ein paar Sätze zu kulinarokulturellen Ausnahmeorten am Niederrhein. Wobei es sich fast schon um einen einzigen Ort handelt – liegen doch das beste Arthouse-Kino und der spannendste Chinamann dieser Region einander schräg gegenüber, in der Brunnenstraße in Düsseldorf. Das Filmtheater heißt Metropol, ist herrlich altmodisch, programmiert ambitioniert und existiert seit nunmehr über 70 Jahren. Der Chinese führt den Namen Yau Choi Lau und sein Etablissement schlicht und trefflich Dim Sum Bistro.

Dim Sum Bistro bei Nacht

Dim Sum Bistro bei Nacht

Einschlägige Gourmetführer hatten den Meister schon in seiner letzten Station, dem Shanghai, reichlich mit Lobpreis bedacht. Nun macht er aus einer ehemaligen Imbissbude ein Vorspeisenparadies – wegen dieser Dim Sum lasse ich alle Tapas, Mezze, Antipasti stehen. Auch das an der längsten Theke der Welt eigentlich bevorzugte (und tatsächlich meist vorzügliche) Sushi ist deutlich weniger komplex. Was vor allem an der Zubereitungsart liegt, die die schonendste Erhitzung von hochwertigen Zutaten darstellt: Dem Dämpfen (Seltener werden die Dinger auch fettgebacken.).

Völlig bescheuert ist natürlich folgende Aussage auf der Website des Asiabistros: “…man kann sie (Dim Sum) leicht zubereiten oder als Fertiggericht im Asia-Shop oder exclusiven Lebensmittelabteilungen kaufen”. Denn nur frisch aus dem Dampf auf den Tisch sind die gefüllten Teiglinge eine Offenbarung. Mit dem richtigen Dip oder in sämiger Sauce gebadet präsentiert sich nach dem Stäbchenbalanceakt ein Texturengewitter allerfeinster Wucht. Ob Rettichkuchen, um riesige Garnelen gerollte frische Reisnudeln, Hühnerfüße in Sojasauce, Hefeklöße mit pilzlastiger Gemüsefüllung oder Seetangrollen mit Schweinefleisch – jeder Bissen ein Erlebnis, alle Kreationen Genuss. Und das ist nur eine Auswahl der traditionellen Gerichte.

Verschiedene kleine Herzwärmer

Verschiedene kleine Herzwärmer

 

Herr Lau bietet zudem “Kreative Dim Sum” mit bisweilen wilden Mischungen – wer bei ihm einmal dampfgegarte Jakobsmuscheln aß, wird sie anders zubereitet fortan weniger mögen – und auch eine Reihe klassischer Hauptgerichte. Schweinerippchen und die hausgemachte Pekingente in Orangensauce sind hierbei Highlights. Im Kino wurde hernach “Picco” gegeben – schwere, aber ordentliche Kost.

Dazu serviere ich mit Trovači Jugo-Ska aus der Landeshauptstadt mit Grillen am Rhein.


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