Surrogate

Zu viel führt zu nichts. Dies gilt mindestens für meine schreiberische Produktion. Der Blog wird blockiert durch’s pralle Leben, das mich mitreißt momentan. Damit aber die werte Leserschaft nicht am kalten Truthahn leidet, pflege ich einfach kurzerhand das Netzwerk. Und poste ein paar Links zu Artikeln, die ich las dieser Tage – und die mehr sind als rhetorisches Füllsel für mein schöpferisches Vakuum.

Dank Christian Ihle vom TazBlog Monarchie und Alltag habe ich gestern den Schweden Philip Karlberg entdeckt. Er fotografiert Essen auf Platten. Stevan kommentierte treffend: “Drei Lieblingsdiszplinen in einem!”

Warum ich Führer kategorisch ablehne, hat nur bedingt mit meiner rheinischen Herkunft zu tun. Dass in Zeiten von vernetzter Meinungsmacht und -mache aber ganz besonders überkommene Exzentralorgane aus Kulinarik und Weinwelt zunehmend obsolet werden – dafür liefert Dirk mal wieder ein hinlängliches Indiz.

Eine Radtour in den Teheraner Container-Hafen, das Sortieren der Weinkorken-Sammlung und einen Königsberger Philosophiealtmeister im Krautsalat kann schlüssig und stringent nur einer in einem Blogpost zusammenbringen: Der Magister aus Duisburg.

Nach Moabit führt mein Weg in den nächsten Tagen. Was kann es schönres wie hilfreichres geben zur antizipatorischen Imagination als den Stadtteilblog von Freund Vilmoskörte?

Seit gestern bin ich Freund und Förderer von byte.fm. Warum erst jetzt, weiß ich eigentlich auch nicht.  Seit Jahr und Tag machen die Hamburger DAS popkulturelle Qualitätsradio.

Ich bin kein Frühstücker. Wenn aber doch, dann richtig. Englisch zum Beispiel. Wie das eigentlich korrekt funktioniert, bloggt der Guardian dieser Tage in seiner immer lesenswerten Rubrik “How to…”.

Gestern gab’s Suppe. Zu der mich Pam inspirierte. Nicht diätetisch, aber das Rezept versprach einen aromatischen Blick neben die Spur, Blumenkohl nordafrikanisch. Nicht nur für eingefleischte Vegetarier (okay, spätestens an diesem Formulierungspunkt merke ich, dass ich etwas außer Form bin). Dazu übrigens: Biosilvaner aus Guntersblum, vom Schnell.

Warum die Debatte um’s Urheberrecht von der katholischen Kirche gesteuert wird und Internetbashing häufig vatikanisch konziliant daherkommt: Dies weist Berthold Seliger auf dem immer großartigen Blog seiner Konzertagentur nach.

Die Sonne ist übrigens Schweizerin. Und heißt Claudio – zumindest gilt dies für die dieswöchentliche Fleischeslust. Danke.

Die Zukunft wird golden sein. Unterm Pflaster liegt der Strand. Und jetzt: Musik.


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