Werte Weindiebe, ehrbare Einbrecher, restliches Räubergesindel,

ab dem heutigen Abend bietet sich eine einzigartige Gelegenheit. Man liest ja immer häufiger davon, dass Web 2.0 und Social Media Euch zu Recherchezwecken dienen. Da postet Papa auf seine Facebookwall, dass er samt Luxusweib und verzogenen Blagen für die folgenden Wochen seine viel zu kleine Villa mit Rheinblick in  - sagen wir mal –  Kaiserswerth gegen die schnuckelige Masseria in Süditalien tauscht und wundert sich bei der Rückkehr, dass unerwartete Gäste sich Zugang verschafft und reichlich Unordnung gestiftet  haben im Düsseldorfer Westen. Der Golffreund und Leiter des zuständigen Dezernats der Kriminalpolizei spricht schlicht von Dummheit.

Wenn Ihr, Hallodris und Halunkenpack, nun vinophil und webaffin seid und am Wochenende noch nichts vorhabt, bietet sich ein wahrer  Kairos, eine einzigartige Gelegenheit, ähnlich selten wie die Blutmond genannte Mondfinsternis dieser Tage. Wir sind nämlich alle weg – und zwar hier:

Wenn Ihr also ein wenig im Weinweb stöbert, habt Ihr schnell eine hübsche Liste von 106 Leuten mit potentiell gut gefüllten Weinklimaschränken zusammen. Tage der offenen Keller, sozusagen. Wir sind alle zu finden auf Blogs wie diesem, in führenden Microbloggingsystemen und sozialen Netzwerken. Dank grunddeutscher Impressumspflicht und anderweitig gelagerter Zeigefreudigkeit dürfte der Rest kein Problem für Profis wie Euch sein. Was mich persönlich angeht – ein wenig Platz in den Regalen käme mir sogar sehr entgegen, werde ich Sonntag abends sicherlich nicht mit leerem Kofferraum zurückkehren. Vielleicht könntet Ihr im Gegenzug bitte kurz die Tomaten gießen und nachschauen, ob ich auch wirklich den Herd ausgeschaltet habe?

Ach ja, ich sprach vom Kairos, vom Momentum, den es so kein zweites Mal geben wird. Warum, wird das Vinocamp in Geisenheim eine Eintagsfliege? Keineswegs. Aber ich zumindest werde zukünftig gut gesichert sein gegen Avancen Euresgleichen. Denn ich bin mir sicher, dass meine edlen Tropfen bald ausgelagert werden, nach Hattenheim, in die Winebank. Wenn ich denn Fach 145 gewinne. Bestimmt.

PS
Wer am kommenden Wochenende in fremden Kellern oder sonstwo erfahren möchte, was so passiert auf einem Barcamp zum Thema Wein,  wird hier bestens bedient werden. Mein kleines Internettagebuch wird dann zum Eventblog!


3 Kommentare on “Werte Weindiebe, ehrbare Einbrecher, restliches Räubergesindel,”

  1. karu02 sagt:

    Ich könnte Deinen Flaschen auch ein Plätzchen in meinem Gewölbekeller anbieten, ohne Garantie allerdings, aber dafür näher dran.

  2. Marcel R. sagt:

    In vino veritas. Amen.

  3. Wie köstlich! Das lese ich ja jetzt erst durch Zufall! Das Fach hat nun leider doch jemand anderes gewonnen, aber Du kannst uns sozusagen als Dependance betrachten und hier jederzeit ein oder zwei Fläschchen zur Betreuung abgeben. Schließlich wohnen wir in der Kaiserpfalz, hier haben also schon ganz anderer Größen sich selbst und ihre Speisen und Tränke zwischengelagert.

    Trinken dann jederzeit auch hier in der “kleinen Rast” ;) an Küchen- oder Balkontisch möglich.


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